Alexander Mcqueen

Geboren: London, England 1969

Gestorben: London, England 11. Februar 2010

Als „Bad Boy“ in der Modeszene erlangte Alexander McQueen praktisch über Nacht den Eintritt in die oberste Riege mit seinem Posten als Chefdesigner für Givenchy. Schon in jungen Jahren erkannte der Sohn eines Taxifahrers seine Leidenschaft für die Mode, schneiderte er als Jüngstes von sechs Kindern bereits Kleider für seine drei Schwestern.

Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen im East End Londons, Stratford, verließ McQueen mit mittlerer Reife in Kunst die Schule und begann seine Ausbildung beim renommierten Savile-Row-Schneider Anderson and Sheppard. Ferner arbeitete er für die Herrenausstatter Gieves and Hawkes und als Kostümbildner für die Londoner Angels The Costumiers.

Mit seinen fachlichen Fähigkeiten begann McQueen anschließend seine Arbeit als Zuschneider beim japanischen Designer Kohji Tatsuno. Darauf zog es ihn nach Mailand, wo er mit dem italienischen Modemacher Romeo Gigli zusammenarbeitete. 1994 kehrte er nach London zurück und absolvierte sein Studium am Central Saint Martins College of Art and Design. Seine Abschlusskollektion fand beachtlichen Anklang bei der einflussreichen Stylistin Isabella Blow, welche die gesamte Kollektion aufkaufte und den Weg seiner steilen Karriere ebnete. Auf ihr Anraten hin änderte er seinen Namen fortan von Lee McQueen in Alexander McQueen.

Binnen kurzer Zeit erreichte er mit seiner eigenen Linie erste Erfolge, nicht zuletzt mit seinen sogenannten „bumster trousers“, extrem tiefsitzende Hüft-Hosen. Bald mit dem Titel „l’enfant terrible“ verbunden sorgte seine Ablösung Gallianos und Nachfolge als Head-Designer bei Givenchy 1996 für große Aufregung In Paris jedoch begegneten McQueen einige Auseinandersetzungen u.a. mit seinem Vorgänger John Galliano und Vivienne Westwood. Weiterhin schien er sich nicht mit dem Haus Givenchy identifizieren zu können, nannte dessen Gründer Hubert de Givenchy „irrelevant“ und gestand der amerikanischen Vogue 1997 den Misserfolg seiner ersten Kollektion für das Pariser Traditionshaus ein. Auch wenn er sich bei den folgenden Kollektionen für Givenchy etwas zurückhielt, blieben seine Modenschauen kontrovers.

McQueens Vertrag bei Givenchy endete schließlich im März 2001. Zu seinen Auszeichnungen zählen insgesamt vier „British Designer of the Year“-Awards, mit denen er zwischen 1996 und 2003 geehrt wurde, sowie der Titel des „International Designer of the Year“ durch die CFDA in 2003. Im gleichen Jahr wurde er ebenfalls zum Commander of the British Empire gemacht. Die Liste seiner prominenten Anhänger umfasst u.a.

Sarah Jessica Parker, Nicole Kidman, Penelope Cruz, Lady Gaga, Rihanna und Bjork. McQueen stand offen zu seiner Homosexualität und sein Privatleben beeinflusste stets seine Mode. Nach dem Suizid seiner engen Freundin und Mentorin Isabella Blow, begann die Presse aufmerksamer zu werden und Gerüchte kursierten, er und Blow hätten im Konflikt miteinander gestanden. Anfang 2010 verfiel McQueen nach dem Tod seiner Mutter in Depressionen und nahm sich am 17.

Februar in seiner Londoner Wohnung das Leben. Seiner Beerdigung wohnten zahlreiche Musiker wie Lady Gaga, Kanye West, Katy Perry und Courtney Love bei und Freunde wie Kate Moss, Naomi Campbell, Stella McCartney, Anna Wintour und Sarah Jessica Parker zeigten neben 2500 anderen Gästen ihre Anteilnahme. Alexander McQueen hinterließ eine zu achtzig Prozent fertige Herbst/Winter-Kollektion.

Seine langjährige Assistentin Sarah Burton  brachte McQueens letzte Kollektion zum Schluss und präsentierte sie während der Pariser Fashion Week 2010. Die Kollektion wurde vom mittelalterlichen, religiösen Engel/Dämon-Thema getragen. Besucher, die zugegen waren, äußerten, dass die offensichtliche  Obsession mit dem Leben nach dem Tod, es schwer machte, die Schau anzusehen.

Das Label Alexander McQueen wird seit seines Ablebens von Sarah Burton als neue Kreativdirektorin weitergeführt, deren erste  Women´s Wear-Kollektion während der Pariser Modewoche im September 2010 gezeigt wurde. Mit unglaublicher technischer Einrichtung sorgten McQueens Modeschauen kontinuierlich für Sensationen.

Seine Exzentrik und seine Kunst, zu schockieren und gleichzeitig in Erstaunen zu versetzen leben als Vermächtnis in seinem Modehaus Alexander McQueen weiter.

Saxony Dudbridge

Geschrieben von Saxony Dudbridge

Saxony Dudbridge was one of the first contributors to the Catwalk Yourself project, Saxony studies International Fashion Marketing and she is responsible for our great History and Designers Biographies sections.


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>